ANATOMIE Obere Extremität
3.9. .Angewandte und topographische Anatomie
3.9.5. .Regio axillaris




Die Regio axillaris liegt im Übergangsbereich zwischen Arm und Thorax und umfasst die beiden Achselfalten (Plicae axillares) sowie die dazwischen liegende Achselhöhle (Axilla, Fossa axillaris) mit der behaarten Achselgrube.

Achselfalten (Plicae axillares)

MERKE:

Die vordere Achselfalte (Plica axillaris anterior) wird vom freien Rand des M.pectoralis major aufgeworfen. Sie entspricht der vorderen Axillarlinie.
Die hintere Achselfalte (Plica axillaris posterior) wird vom freien Rand des M. latissimus dorsi aufgeworfen. Sie entspricht der hinteren Axillarlinie.


Achselhöhle (Axilla)

Die Achselhöhle ist ein pyramidenförmiger Bindegewebsraum, dessen Basis die Haut der Achselgrube bildet und dessen Spitze auf das Schultergelenk zeigt. Ihre Begrenzung zeigt Tab. 3.28.

Begrenzung der Achselhöhle


MERKE:

Nach dorsal bestehen über die Achsellücken Verbindungen zur Regio scapularis.


  • Die Achselhöhle enthält proximal:
    >

    V. axillaris

    >

    A. axillaris

    >

    Plexus brachialis.


  • im zentralen Bindegewebsraum:
    >

    Nn. intercostobrachiales

    >

    axillare Lymphknoten

    >

    (V. basilica; nur bei hoher Einmündung in die V. axillaris!).


    Fascia axillaris

    Die bindegewebige Achselfaszie bildet die Grundfläche der pyramidenförmigen Achselhöhle. An der hinteren Achselfalte geht sie in die Rückenfaszie über, an der vorderen Achselfalte in die Fascia pectoralis. Zum Thorax hin setzt sie sich in die Fascia clavipectoralis sowie die Muskelfaszien der die Axilla medial begrenzenden Muskeln fort. Armwärts läuft sie in die Fascia brachii aus.


    KLINIK:

    Bei abduziertem Arm ist die Fascia axillaris gespannt. Eine Palpation der axillaren Lymphknoten muss daher in Adduktionsstellung erfolgen, wenn die Faszie entspannt ist.

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